Durchwachsenes PURE-ETCR-Wochenende für Hyundai Motorsport

  • Hyundai Motorsport im Wechselbad der Gefühle am Hungaroring
  • John Filippi sichert sich Sieg im zweiten Lauf am Samstag
  • Jean-Karl Vernay führt teilweise das Finalrennen am Sonntag

- Beim vierten Saisonlauf der elektrischen Tourenwagen Serie (PURE ETCR) am Hungaroring erlebte Hyundai Motorsport ein Wechselbad der Gefühle.

In den Läufen am Samstag überquerten gleich drei Fahrer in vier Läufen als erste die Ziellinie, allerdings erhielten Jean-Karl Vernay und Augusto Farfus eine nachträgliche Strafe, was beide letztendlich ihren Sieg kostete.

Farfus startete am Samstag mit einem frühen Sieg perfekt ins Rennwochenende: Der Brasilianer fuhr in der zweiten Runde der Vorläufe als erster über die Ziellinie, allerdings wurden ihm nachträglich wegen einer Strafe sechs Punkte abgezogen. Im Zeitfahren am Sonntag fuhr Farfus die viertschnellste Zeit, doch die Datenanalyse des Teams zeigte einen technischen Defekt, der einen Austausch von Komponenten im Antriebsstrang seines Hyundai VELOSTER N ETCR erforderlich machte. Trotz aller Bemühungen des Teams konnte das Problem nicht rechtzeitig behoben werden, damit der Brasilianer am Superfinale der Fahrergruppe A teilnehmen konnte.

Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht, um das technische Problem zu beheben. Leider vergeblich. Es war schmerzhaft, das Auto beim Finalrennen in der Garage stehen zu sehen, aber das gehört zum Motorsport dazu und wir müssen uns nun voll und ganz auf das PURE-ETCR-Saisonfinale konzentrieren.

Augusto FarfusHyundai VELOSTERN N ETCR

Sein Teamkollege John Filippi erhielt bei der Auslosung am Freitag zum ersten Mal eine Fahrerwahl, die es ihm ermöglichte, im ersten Lauf am Samstag von der Pole-Position ins Rennen zu gehen. Trotz eines hervorragenden Starts musste er im Rennen zwei Konkurrenten vorbeiziehen lassen und erreichte als Dritter das Ziel. In seinem zweiten Battle holte der Franzose alles aus seinem VELOSTER N ETCR raus und setzte sich mit einem beherzten Manöver an die Spitze, was ihm den Sieg einbrachte.

Ich bin etwas zu vorsichtig gestartet, aber ich habe mich in den Battles gepusht und hatte einen guten Samstag. Die Finalrennen am Sonntag gestalteten sich etwas kniffliger: Der Franzose fuhr im Zeitfahren die fünftschnellste Zeit und erreichte im Superfinale die gleiche Position. „Es war schwierig, im Superfinale zu kämpfen und die richtige Strategie zu finden, um unsere Position zu verbessern.

John FilippiHyundai VELOSTER N ETCR

In Fahrer-Pool B kämpfte Jean-Karl Vernay in seinem ersten Battle wiederholt um die Führung, musste sich aber mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Nach einem komfortablen Sieg im zweiten Lauf erhielt der Franzose eine Zeitstrafe wegen Überschreitung der Streckenbegrenzung und wurde somit Zweiter.

Doch der Franzose meldete sich mit der zweitschnellsten Runde im Zeitfahren von Gruppe B zurück und lag im Superfinale kurzzeitig in Führung. Da sein frisch reparierter Hyundai VELOSTER N ETCR jedoch erst kurz vor dem Rennen einsatzbereit war, entschied er sich, das Auto sicher auf Platz zwei ins Ziel zu bringen.

Ich habe mein Bestes gegeben, aber uns fehlte noch etwas, um die Konkurrenz hinter uns zu halten. Das Positive ist, dass wir immer noch Zweiter in der Fahrermeisterschaft sind.

Jean-Karl VernayHyundai VELOSTER N ETCR

Obwohl wir einen guten Start in das Wochenende hatten, haben wir das Gefühl, dass wir auf dem Hungaroring nicht unsere volle Leistung abrufen konnten. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, unsere Leistung für die letzte Runde der Saison zu maximieren, wo wir unseren ersten Gesamtsieg in der PURE ETCR anpeilen.

Stefan Ph. HenrichDirektor Marketing und PR von Hyundai Motorsport

Fahrerwertung PURE ETCR 
1. M. Ekström, 273 
2. J.-K. Vernay, 244 
3. M. Azcona, 238 
4. J. Gené, 212 
5. R. Baptista, 197 
6. A. Farfus, 161 
7. L. Filippi, 160 
8. J. Filippi, 146 
9. P. Eng, 143 
10. D. Nagy, 141 
11. O. Webb, 135 
12. T. Chilton, 93 
13. L. Ferrara, 36 
14. S. Coletti, 22

Herstellerwertung
1. Zengő Motorsport X Cupra, 536 Punkte 
2. Romeo Ferraris – M1RA, 470
3. Hyundai Motorsport N, 443

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